EVCA-Prüfintelligenz

Wiederholbare Ladeprüfkampagnen ausführen

Eine Prüfkampagne ist eine Folge gespeicherter Ladeprüfungen. Führen Sie die Konfigurationen nacheinander aus, bewahren Sie jedes Ergebnis zusammen mit seinen Einstellungen auf und wiederholen Sie dieselbe Kampagne nach einer Software- oder Hardwareänderung.

Gespeicherte EV- oder EVSE-Ladekonfigurationen bilden eine automatisierte Kampagne mit versionierten, wiederverwendbaren Nachweisen für die gewählte Prüflingsrolle
Gespeicherte KonfigurationenVollständige Ladeverhalten
KampagneReihenfolge, Wiederholungen und Kriterien
AusführungPhysische EV- oder EVSE-Zyklen
NachweiseJedes Ergebnis ist seiner Konfiguration zugeordnet
Verhaltensautomatisierung

Das Ladeverhalten automatisieren, nicht nur den Prüfbefehl

Ein Skript kann Funktionen nacheinander aufrufen. Eine Ladeprüfkampagne muss mehr leisten: Sie muss den simulierten Ladepartner bereitstellen, die vollständige Interaktion ausführen, die aktive Konfiguration festhalten und jedes Ergebnis mit dem Verhalten verknüpfen, das es hervorgerufen hat.

Darin liegt der Unterschied zwischen Befehlsautomatisierung und automatisierten Ladeprüfungen. Der Prüfingenieur bereitet wiederverwendbare Ladekonfigurationen einmal vor, kombiniert sie zu einer Kampagne und wiederholt dieselbe Prüftiefe nach Software-, Hardware- oder Parameteränderungen.

Automatisierungsprinzip Einmal konfigurieren. Wiederholt ausführen. Sicher vergleichen. Die Prüfumgebung bleibt stabil, während sich der Prüfling weiterentwickelt.
Von der Konfiguration zur Regression

In sechs Schritten von einer Prüfung zur wiederholbaren Kampagne

Der Ablauf beginnt mit einem vollständigen Ladeverhalten und endet mit wiederverwendbaren Nachweisen für die nächste Prüflingsversion (DUT, Device under Test).

  1. Konfiguration erstellen

    Das Ladeverhalten speichern.

  2. Konfigurationen auswählen

    Die Verhaltensweisen für die Kampagne auswählen.

  3. Sequenz festlegen

    Reihenfolge und Wiederholungen einstellen.

  4. Ladezyklen ausführen

    Die gewählte Sequenz ausführen.

  5. Ergebnisse auswerten

    Die Kampagne automatisch auswerten.

  6. Für Regressionstests wiederverwenden

    Die Kampagne für die nächste Prüflingsversion wiederholen.

VOLLSTÄNDIGE VERHALTENSAUTOMATISIERUNG Automatisieren Sie den Ladevorgang, die Auswertung und die Nachweise, nicht nur einzelne Befehle.

Vollständiges Verhalten vorbereiten

Speichern Sie das EV- oder EVSE-Verhalten (Electric Vehicle Supply Equipment, also Ladestation), die Schnittstellen, Grenzwerte, Zeitvorgaben und den Auswertungskontext für einen aussagekräftigen Ladezyklus.

Sequenz zusammenstellen

Wählen Sie Konfigurationen, legen Sie Reihenfolge und Wiederholungen fest und bestimmen Sie die unterstützten Kriterien zum Stoppen oder Fortsetzen.

Ohne Neuaufbau wiederverwenden

Führen Sie nach jeder Prüflingsänderung dieselbe Ladeprüfkampagne aus und vergleichen Sie die eindeutig zugeordneten Ergebnisse.

Kampagne zusammenstellen

Normales, anspruchsvolles und aus dem Feld abgeleitetes Verhalten in einer Sequenz kombinieren

Eine Ladeprüfkampagne kann verschiedene virtuelle Fahrzeuge, Ladestationen, Protokollverhalten, Softwareversionen oder Robustheitsszenarien abbilden. Die gewählte Version bestimmt, welche Quellen kombiniert und wiederholt werden können.

Konfigurationen für reguläre Simulation, Professional Simulation und Charge Playback fließen in eine automatisierte Ladekampagne ein
Beispielhafte Kampagnenstruktur, keine gemessene Dauer und kein gemessenes Durchsatzergebnis.
Regulär

Referenzverhalten

Bestätigen Sie die normale Ladesequenz und die erwartete Prüflingsreaktion, bevor Sie anspruchsvolle Varianten hinzufügen.

Robustheit

Konfigurationen für Professional Simulation

Fügen Sie, soweit freigegeben, gespeicherte Inhalte, Zeitvorgaben und außergewöhnliches Protokollverhalten hinzu, ohne einen neuen Prüffall zu programmieren.

VOM FELD INS LABOR

Konfigurationen für Charge Playback

Binden Sie, soweit unterstützt, aufgezeichnetes Ladepartnerverhalten ein, damit ein schwieriger Feldfall wiederholbar bleibt.

Unbeaufsichtigte Laborzeit

Vollständige Ladezyklen auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten ausführen

EV-Prüfungen über Nacht und unbeaufsichtigte automatisierte EVSE-Prüfungen erhöhen die Prüfabdeckung, ohne dass ein Prüfingenieur jede Verbindung und jeden Prüfstart begleiten muss. Der sichere Betrieb hängt weiterhin vom freigegebenen System, der Dauer, Abbruchlogik und den Hardwaregrenzen ab.

Nächtliche EV- und EVSE-Ladekampagne mit wiederholten Zyklen und eindeutig zugeordneten Ergebnissen
Beispielhafter Kampagnenplan und beispielhafte Anzahlen für BESTANDEN/PRÜFEN, kein tatsächlicher Nachtlauf. Unbeaufsichtigter Betrieb erfordert ein freigegebenes Sicherheitskonzept, überwachte Grenzwerte und eine definierte Stoppbedingung.
Definierte Reihenfolge

Eine Konfiguration nach der anderen ausführen

Die Kampagne stellt die Ladesequenz her, schließt den konfigurierten Ladevorgang ab und fährt entsprechend der unterstützten Kampagnenlogik fort.

vollständiges Verhalten
Definierte Reaktion

Mit Abweichungen vorhersehbar umgehen

Aufzeichnen, stoppen, fortsetzen oder erneut versuchen – jeweils nur, wenn die gewählte Version die erforderlichen Kriterien und das Verhalten zum Erreichen eines sicheren Zustands bereitstellt.

versionsabhängig
Definierte Ausgabe

Messwerte zusammen mit ihren Prüfbedingungen bereitstellen

Jeder Zyklus hält Konfigurationskennung, Zeitstempel, Messwerte, Auswertung und Berichte fest, soweit konfiguriert.

zur Prüfung bereit

Unbeaufsichtigte Kampagnen hängen von Einschaltdauer, Schutz, Wiederanlauf und Umgebungsgrenzen des gewählten Systems ab. Bestätigen Sie diese Betriebsbedingungen, bevor Sie einen Nacht- oder Wochenendlauf planen.

Eindeutig zugeordnete Ergebnisse

Erkennen, welches Verhalten jede Abweichung ausgelöst hat

Automatisierung liefert nur dann technisch verwertbare Nachweise, wenn Messung, Auswertung und Bericht mit der aktiven Konfiguration und Prüflingsversion verknüpft bleiben.

Ladezyklusergebnisse sind mit Kampagnenschritt, Prüflingsversion, Ladeverhalten und Bericht verknüpft
Beispielhafte Versionen und Ergebnisse, keine ausgeführte Regressionskampagne. Ein tatsächlicher Vergleich benennt die Läufe, Prüflingsversionen, Konfiguration und zugehörigen Berichte.

Das Ergebnis auf das genaue Verhalten zurückführen

Halten Sie Kampagnenschritt, Ladeparameter, Verhaltensvariante und Wiederholungsnummer fest.

Messung und geltende Normanforderungen verknüpfen

Kombinieren Sie, soweit konfiguriert, Protokoll, Signale, Leistung und automatisierte Normenanalyse im selben Ergebnispaket.

Nach jeder Produktänderung wiederholen

Regressionstests für das Laden werden vergleichbar, wenn Kampagne und Nachweisstruktur stabil bleiben.

Keine Prüfbibliothek

Kampagnenausführung und formale Prüfverfahren lösen unterschiedliche Aufgaben

Scrollen Sie die Tabelle auf kleinen Bildschirmen horizontal, um alle Spalten zu sehen.

Auswahlkriterium Charge Cycle Automation Konformitätsprüfbibliotheken Externe Ablaufsteuerung per API
Hauptzweck Vollständig gespeicherte Ladeverhalten in einer Sequenz ausführen Definierte normbasierte Prüffälle ausführen und bewerten Das Ladesystem mit einer übergeordneten Werkzeugkette koordinieren
Prüfeingabe Konfigurationen, Reihenfolge, Wiederholungen und Kriterien Freigegebenes Prüfverfahren und Parametersatz Externer Code, Auslöser und Systemintegration
Am besten geeignet für Regression, Varianten, Nachtkampagnen Konformität und rückverfolgbare Normprüfungen Besondere Labor- oder CI-Integration
Programmierung Für den Kernablauf nicht erforderlich Für die Ausführung freigegebener Bibliotheken nicht erforderlich Für die externe Ablaufsteuerung in der Regel erforderlich
Anwendungen und Freigabeumfang

Dieselbe Kampagnenlogik für Entwicklung, Regression und Interoperabilität nutzen

Automatisierte Ladeprüfungen bleiben vergleichbar, wenn dieselbe Verhaltenssequenz und Ergebnisstruktur über Teams und Produktversionen hinweg verwendet werden.

EVCC- und Fahrzeugladeverhalten wiederholen

Prüfen Sie eine neue Fahrzeugsoftwareversion mit denselben simulierten Ladestationskonfigurationen.

Fahrzeug- und Batterievarianten wiederholen

Nutzen Sie gespeicherte EV-Verhalten, um Ladestationssoftware, Parameter und Robustheitsänderungen zu prüfen.

Eine stabile Prüfgrundlage erhalten

Führen Sie nach jedem Build oder Freigabekandidaten dieselbe Kampagne aus, soweit die Integration diesen Ablauf unterstützt.

Prüfabdeckung außerhalb betreuter Zeiten erhöhen

Nutzen Sie freigegebene Funktionen für unbeaufsichtigten Betrieb und erhalten Sie dabei Rückverfolgbarkeit und Betriebsgrenzen des Labors.

Schwierige Ladepartnerfälle für Regressionstests nutzbar machen

Kombinieren Sie aus dem Feld abgeleitetes Verhalten mit gespeicherten regulären und Robustheitskonfigurationen, soweit unterstützt.

Nachweise über Versionen hinweg vergleichbar halten

Verknüpfen Sie jedes Ergebnis mit der Konfiguration, Prüflingsversion, Messung und dem Bericht, auf denen die Entscheidung beruht.

Einordnung der Funktion

Kernfunktion

  • Charge Cycle Automation führt gespeicherte Ladekonfigurationen in einer Sequenz aus.
  • Vollständige Ladezyklen lassen sich als Kampagne wiederholen.
  • Die Ergebnisse bleiben der aktiven Konfiguration zugeordnet.
  • Offene Schnittstellen können, soweit freigegeben, eine weitergehende Automatisierung unterstützen.
Versionsabhängige Details

Was eine projektbezogene Freigabe erfordert

  • Unterstützte EVCA-Systeme und Hardwarevarianten.
  • Wiederholungsgrenzen, Schleifen, erneute Versuche und Abbruchkriterien.
  • Dauer des unbeaufsichtigten Betriebs, Wiederanlauf und Verhalten zum Erreichen eines sicheren Zustands.
  • Berichtsinhalte, API-Umfang und externe CI-Integration.
Vom Prüfziel zur Kampagne

Konfigurationen, Sequenz und Nachweise vor dem Automatisierungsumfang festlegen

Ein sinnvoller Aufbau für Charge Cycle Automation umfasst mehr als einen Kampagnennamen. Er definiert den Prüfling, die simulierte Rolle, Konfigurationsquellen, Betriebsgrenzen und die Nachweise für eine wiederholbare Entscheidung.

1. Prüfling und Richtung EV, EVCC, EVSE, SECC oder Teilsystem einschließlich Hardware- und Softwarevarianten.
2. Ladeschnittstellen Steckverbinder, Norm, Protokollversion und erforderliche physische Prüftiefe.
3. Konfigurationsquellen Reguläre Simulation, Professional Simulation, Charge Playback oder Projektvarianten.
4. Kampagnenlogik Reihenfolge, Wiederholungen, Schleifen sowie Bedingungen zum Stoppen, Fortsetzen, erneuten Versuchen und Abbrechen.
5. Betriebsbereich Dauer des unbeaufsichtigten Betriebs, Hardwarebelastung, Sicherheit, Leistung und Umgebungsbedingungen.
6. Nachweise und Integration Messungen, Auswertung, Berichte, API, CI und Rückverfolgbarkeit der Ergebnisse.
Häufig gestellte Fragen

FAQ zu Charge Cycle Automation

Charge Cycle Automation ist die Funktion von EVCA und comframe, mit der gespeicherte Ladekonfigurationen zu einer wiederholbaren Kampagne zusammengestellt werden. Das System führt die konfigurierten Ladeverhalten nacheinander aus, ordnet die Ergebnisse der aktiven Konfiguration zu und unterstützt unbeaufsichtigte Regressionstests, soweit die gewählte Version und Hardwarekonfiguration dies zulassen.

Einfache Befehlsautomatisierung ruft einzelne Funktionen auf oder sendet isolierte Anweisungen. Charge Cycle Automation arbeitet mit vollständigen Ladekonfigurationen und vollständigen Ladezyklen. Sie erhält die Ladesequenz, das Kommunikationsverhalten, die konfigurierten Zeitvorgaben und die Nachweise, die zum Verständnis der Prüflingsreaktion erforderlich sind.

Eine Konfiguration definiert das für eine Prüfung erforderliche Ladeverhalten. Je nach gewähltem System und Softwareversion kann sie Standardparameter der EV- oder EVSE-Simulation, Schnittstelleneinstellungen, Protokollverhalten, Grenzwerte, Zeitvorgaben, Einstellungen für Professional Simulation sowie zugehörige Mess- oder Auswertungseinstellungen enthalten.

Ja, sofern Professional Simulation für den gewählten Ladestandard und das System freigegeben ist. Eine gespeicherte Robustheitskonfiguration kann als Kampagnenschritt verwendet werden. So lassen sich normales, grenzwertiges und gezielt nicht konformes Verhalten wiederholen, ohne das Szenario neu aufzubauen.

Aufgezeichnetes Ladeverhalten kann Teil eines wiederholbaren Ablaufs sein, wenn die gewählte Version Charge Playback und dessen Einbindung in Kampagnen unterstützt. Die genaue Vorbereitung, Hardware, Wiederholungs- und Nachweisfunktionen müssen für das Projekt bestätigt werden.

Kampagnen können Wiederholungen enthalten, soweit dies unterstützt wird. Die verfügbare Wiederholungslogik, Schleifenbehandlung und Grenzen müssen anhand der aktuellen Softwareversion und der gewählten Hardwarekonfiguration bestätigt werden.

Wiederholbare Kampagnen

Freigegebene Konfigurationen zu einer wiederholbaren Kampagne zusammenstellen.

Definieren Sie Konfigurationen, Reihenfolge, Wiederholungen, Grenzwerte und die jedem Zyklus zugeordneten Nachweise.